Hintergrund zu „Fremder Tod“

 

Achtung:

Diese Hintergrundinformationen verraten Personen, die das Buch noch nicht gelesen haben, bereits einiges über die Auflösung.

 


Gibt es das Büro, in dem Jana Welzer arbeitet?

Ja. In perfekter Lage zwischen Innenstadt und Rosenhöhe, in einem bekannten Darmstädter Gebäude: Pützerstraße 6. Das Haus spielte schon einmal eine Rolle in einem der Bücher des Autors: in „Totensee“. Janas Büro liegt im Erdgeschoss, umfasst rund 60 Quadratmeter, mit genügend Platz, um all die Unterlagen der Verstorbenen zwischenzulagern und zu sichten. Jürgen Wolf von der Jürgen Wolf Kommunikation GmbH war so nett, Jana und ihr Team virtuell in seinen Räume aufzunehmen. Dafür einen herzlichen Dank! Darf man der Gerüchteküche trauen, kommt man bislang gut miteinander aus.

Im Erdgeschoss in der Pützerstraße 6 hat Jana Welzer ihr Büro. Quelle: Michael Kibler

 


Was ist eine Nachlasspflegerin?

Jana Welzer, die Heldin der neuen Reihe des Autors, ist Nachlasspflegerin. Wikipedia erklärt es und auch auf youtube gibt unter dem Stichwort es ein paar Dokus dazu. Der Gedanke, in die Welt Verstorbener einzudringen und unvorhergesehene Entdeckungen zu machen, aus denen sich dann eine Krimigeschichte entwickelt – das war der Ausgangspunkt für die Story – und damit sogar für eine neue Serie. Leider war Jana Welzer nicht dazu zu bewegen, ein Foto von sich für diese Seite zur Verfügung zu stellen. Daher ist hier nur ihr Wagen zu sehen. Ein Jaguar XF Kombi. Mit viel Platz, um Kisten voller Akten zu transportieren.

Jana Welzers Jaguar. Quelle: Jaguar. Konfiguration: Der Autor.

 


Was hat das Technische Hilfswerk dem Buch zu tun?

Wenig und viel: Nachlasspflegerin Jana Welzer hat vor vielen Jahren in Berlin ehrenamtlich beim Technischen Hilfswerk gearbeitet. Und dort Benjamin Lorenz kennengelernt. Gemeinsam waren sie auch beim umfangreichen Einsatz des THW beim Erdbeben 2010 in Haiti. Einen riesigen Dank an Thomas König, dem Leiter der THW Regionalstelle Darmstadt, der sich sehr viel Zeit genommen hat, dem Autor alle Fragen zum Thema erschöpfend zu beantworten!

 

Wasseraufbereitungsanlage des THW 2010 auf Haiti. Quelle: THW

 


Gibt es tatsächlich einen KGB-Wolga?

Jana Welzers Kollege Benjamin Lorenz machte vor vielen Jahren eine Ausbildung zum KFZ-Mechaniker. Heute ist er zwar auch noch mit Motoren vertraut, aber deutlich enger mit IT-Technik. Dennoch: Er fährt das etwas schräge Gefährt: Einen russischen GAZ-24, auch bekannt als „Wolga“. Und genau den gab es eben auch mit V8-Motor für den KGB, als GAZ-24-24. Mit Automatik. Diese Version fährt auch Ben. Weshalb ausgerechnet den? Nun, wenn man ein bisschen gehandicapt ist und das linke Bein nicht mehr so will, dann ist eben Automatik statt Kupplung treten angesagt. Und den Wolga gab es nur in dieser Version mit Automatik …

Ein Wolga GAZ 24. Quelle: Wikipedia / Dmitry Terekhov

 


… und die Treuhand-Anstalt?

Sie wurde gegründet, um die Unternehmen der Volkseigenen Betriebe der DDR nach der Wiedervereinigung zu privatisieren. Der Autor ist eher selten ein Freund von Schwarz und Weiß. Und die Treuhand-Gesellschaft hat, je nach Sichtweise, die ostdeutschen Unternehmen privatisiert / ausgebeutet / plattgemacht / gerettet – für jede der vier Sichtweisen sprechen Indizien. Aber eben nicht nur für eine. Das hat der Autor versucht, in diesem Buch deutlich zu machen …

Das Detlev-Rohwedder-Haus in Berlin war zwischen 1991 und 1994 Sitz der Treuhandanstalt. Quelle: Wikipedia / Jörg Zägel